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Gesundheit und Ökonomie in Japan

Dr. Jörg Mahlich

Donnerstag, 14. November 2019, 18:30 – 20:00

Institut für Ostasienwissenschaften – Japanologie, Seminarraum Jap 1
Spitalgasse 2, UniversitätsCampus Hof 2, Eingang 2.4, 1090 Wien

Überalterung und medizinischer Fortschrift führen auch in Japan zu Reformdruck im Gesundheitswesen: Unter anderem wurde im April dieses Jahres eine ökono-mische Kosten-Nutzen-Analyse von neuen Arzneimitteln eingeführt, von der sich die japanische Regierung Kosteneinsparungen in diesem Bereich erhofft. Trotz ungewöhnlich hoher Selbstbehalte (Anteil der Kosten, der nicht von der Versiche-rung getragen wird) in Höhe von 30% weist Japan aber im internationalen Ver-gleich weiterhin überdurchschnittlich viele Arztkontakte, die höchste Kranken-hausdichte und die längsten Liegezeiten auf. Grund sind ökonomische Fehlanreize, die von den entsprechenden Interessensgruppen jedoch bislang mit Erfolg vertei-digt werden konnten.Der Vortrag gibt einen Überblick über das japanische Gesundheitssystem und aktuelle Reformbemühungen. Von 2014 bis 2017 hat der Referent als Leiter der gesundheitsökonomischen Abteilung eines internationalen Pharmaunternehmens in Tokyo gearbeitet. Dort forschte er unter anderen über die Rolle des Patienten in der medizinischen Entscheidungsfindung.Dr. Jörg Mahlich ist “Head of Health Economics and Outcomes Research” bei Janssen-Cilag (John-son & Johnson) in Neuss bei Düsseldorf. Er unterrichtet darüber hinaus Gesundheitsökonomie am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Wien und ist „Research Affiliate“ am „Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE)“ der Universität Düsseldorf.

Nähere Informationen:

Mag. Angela Kramer
Universität Wien
Institut für Ostasienwissenschaften – Japanologie
angela.kramer@univie.ac.at